Beschreibung
Pro-Ject T1 Evo – audiophiler Einstieg in die Schallplattenwiedergabe
Der Pro-Ject T1 Evo ist ein manuell bedienbarer Plattenspieler, der hochwertige Materialien, eine unkomplizierte Einrichtung und eine klare audiophile Konstruktion miteinander verbindet. Ein schwerer Glasteller, ein präzise gefertigtes Hauptlager, der einteilige Aluminiumtonarm und der vormontierte Ortofon-OM-10-Tonabnehmer bilden ein sorgfältig abgestimmtes Wiedergabesystem.
Gegenüber seinem Vorgänger wurde der T1 Evo an mehreren entscheidenden Stellen weiterentwickelt. Die Geschwindigkeiten werden nun elektronisch gewählt, der vergrößerte Subteller schafft eine stabilere Rotationsbasis und mit dem Ortofon OM 10 kommt ein höherwertiger MM-Tonabnehmer zum Einsatz.
Die Standardausführung gibt das unverstärkte Signal des Tonabnehmers direkt aus. Der Pro-Ject T1 Evo wird daher mit einem MM-Phonoeingang am Verstärker oder einer separaten Phonovorstufe verbunden. Dadurch bleibt die Wahl der Signalaufbereitung offen und kann gezielt auf die vorhandene Hi-Fi-Anlage abgestimmt werden.
Vollwertige Laufwerkstechnik statt Komfortautomatik
Der Pro-Ject T1 Evo konzentriert sich auf die wesentlichen Aufgaben eines Plattenspielers. Der Tonarm wird von Hand über die Schallplatte geführt und mithilfe des Tonarmlifts kontrolliert abgesenkt. Nach dem Ende einer Plattenseite wird er manuell zurückgeführt.
Auf einen automatischen Start, eine Endabschaltung und eine Rückführung des Tonarms wird bewusst verzichtet. Dadurch benötigt das Laufwerk keine zusätzliche Automatikmechanik, die innerhalb des Chassis Platz beansprucht oder mechanisch mit Tonarm und Antrieb verbunden werden müsste.
Die Bedienung bleibt dennoch unkompliziert. Tonabnehmer, Auflagekraft und Antiskating werden werkseitig vorbereitet. Nach dem Aufstellen und der Montage von Antriebsriemen und Plattenteller kann der T1 Evo mit wenigen Handgriffen eingerichtet werden.
Elektronische Auswahl von 33 und 45 Umdrehungen
Der Pro-Ject T1 Evo arbeitet mit einem Riemenantrieb. Der Motor überträgt seine Kraft über einen elastischen Antriebsriemen auf den Subteller und wird dadurch mechanisch vom sichtbaren Hauptteller getrennt.
Der Riemen reduziert die direkte Übertragung von Motorvibrationen. Gleichzeitig bleibt der Antrieb konstruktiv einfach und wartungsfreundlich. Ein verschlissener Riemen kann bei Bedarf ausgetauscht werden.
Eine wesentliche Neuerung der EVO-Ausführung ist die elektronische Geschwindigkeitswahl. Über einen Schalter lässt sich unmittelbar zwischen 33 und 45 Umdrehungen pro Minute wechseln. Das manuelle Umlegen des Riemens auf eine andere Stufe der Motorriemenscheibe entfällt.
Ein Präzisionsgenerator kontrolliert die Motorgeschwindigkeit. Dadurch werden die für beide Drehzahlen benötigten Antriebsbedingungen elektronisch erzeugt, was eine gleichmäßige und komfortabel steuerbare Wiedergabe unterstützt.
Vergrößerter, resonanzarmer Subteller
Unterhalb des Glastellers befindet sich ein neu entwickelter, vergrößerter Subteller. Er nimmt den Antriebsriemen auf und überträgt die Rotation gleichmäßig auf den Hauptteller.
Die größere Konstruktion schafft eine stabilere Auflage und verteilt die Antriebskraft über einen erweiterten Bereich. Gleichzeitig wurde der Subteller so gestaltet, dass unerwünschte Eigenresonanzen reduziert werden.
Das Zusammenspiel aus elektronisch geregeltem Motor, Riemenantrieb, Subteller und schwerem Glasteller bildet die mechanische Grundlage des Pro-Ject T1 Evo. Die einzelnen Komponenten erfüllen dabei jeweils eine eigene Aufgabe bei der Stabilisierung und Entkopplung der Drehbewegung.
Acht Millimeter starker Glasteller
Der Hauptteller besteht aus acht Millimeter starkem, gestrahltem Glas. Im Vergleich zu einfachen Kunststofftellern oder leichten Konstruktionen aus dünnem Stahl bietet Glas eine hohe Materialdichte und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung.
Die zusätzliche Rotationsmasse stabilisiert die Bewegung des Tellers. Sobald die eingestellte Geschwindigkeit erreicht ist, wirkt seine Trägheit kleineren kurzfristigen Schwankungen des Antriebs entgegen.
Glas bildet außerdem eine plane Unterlage und neigt weniger zu den ausgeprägten Resonanzen leichter Kunststoff- oder Metallteller. Die gestrahlte Oberfläche verleiht dem Plattenteller zugleich ein zurückhaltendes, hochwertiges Erscheinungsbild.
Eine passende Filzmatte gehört zum Lieferumfang. Sie schützt die Unterseite der Schallplatte und bildet die vorgesehene Kontaktfläche zum Glasteller.
Optional kann der Pro-Ject T1 Evo mit dem separat erhältlichen PRO Platter aus Aluminiumdruckguss aufgerüstet werden. Dieser besitzt einen integrierten TPE-Dämpfungsring und erhöht die Masse des Plattentellers deutlich.
Hauptlager mit gehärteter Edelstahlachse
Der Subteller dreht sich auf einem präzise gefertigten Hauptlager. Eine gehärtete Edelstahlachse läuft dabei in einer Messingbuchse.
Edelstahl bietet die erforderliche Stabilität und Verschleißfestigkeit, während Messing gute Gleiteigenschaften besitzt. Diese bewährte Materialpaarung unterstützt eine ruhige und dauerhaft zuverlässige Rotation.
Die Lagerkomponenten werden mit einer Toleranz von bis zu 0,001 Millimetern gefertigt. Eine solch enge Passung reduziert unerwünschtes seitliches Spiel und schafft eine präzise Drehachse für Subteller und Glasteller.
Mechanische Unregelmäßigkeiten im Lager könnten sich über den Teller bis zur Schallplatte ausbreiten. Die sorgfältige Fertigung des Hauptlagers ist daher ein wichtiger Bestandteil der Gesamtkonstruktion.
Einteiliger 8,6-Zoll-Aluminiumtonarm
Der Pro-Ject T1 Evo besitzt einen geraden Tonarm aus Aluminium mit einer effektiven Länge von 8,6 Zoll beziehungsweise 218,5 Millimetern.
Tonarmrohr und Headshell bilden eine einteilige Konstruktion. Pro-Ject vermeidet damit zusätzliche Schraub-, Steck- oder Klebeverbindungen im vorderen Bereich des Tonarms. Solche Übergänge können die Steifigkeit reduzieren und zusätzliche Resonanzen erzeugen.
Aluminium verbindet eine hohe Stabilität mit moderatem Gewicht. Der Tonarm kann den Tonabnehmer dadurch kontrolliert über die Schallplatte führen, ohne unnötig viel bewegte Masse aufzubauen.
Reibungsarme und vibrationsarme Lager ermöglichen eine freie Bewegung des Tonarms in horizontaler und vertikaler Richtung. Der Tonabnehmer kann so den feinen Auslenkungen der Schallplattenrille folgen.
Ortofon OM 10 mit elliptischem Nadelschliff
Der Pro-Ject T1 Evo wird mit einem vormontierten Ortofon OM 10 ausgeliefert. Das Moving-Magnet-System ist auf den leichten Aluminiumtonarm abgestimmt und verfügt über eine elliptisch geschliffene Abtastnadel.
Eine elliptische Nadel besitzt an den seitlichen Kontaktflächen einen kleineren Radius als eine einfache sphärische Ausführung. Dadurch kann sie den feineren Modulationen der Schallplattenrille präzise folgen und schafft gute Voraussetzungen für eine differenzierte Wiedergabe.
Der Ortofon OM 10 bietet außerdem einen austauschbaren Nadeleinschub. Ist die Nadel verschlissen oder beschädigt, muss nicht der vollständige Tonabnehmer ersetzt werden.
Innerhalb der kompatiblen Ortofon-OM-Serie stehen weitere Nadeleinschübe zur Verfügung. Damit lässt sich der Tonabnehmer später aufrüsten, ohne das gesamte Gehäuse demontieren und neu ausrichten zu müssen.
Voreingestellte Auflagekraft
Der Tonabnehmer wird bereits im Werk am Headshell montiert und geometrisch ausgerichtet. Auch die empfohlene Auflagekraft von 17,5 Millinewton wird vorbereitet.
Das mitgelieferte Gegengewicht ist für Tonabnehmer mit einem Gewicht zwischen fünf und zehn Gramm geeignet. Sollte später ein anderes System montiert werden, lässt sich die Auflagekraft neu einstellen.
Ein Tonabnehmerwechsel erfordert außerdem eine erneute Kontrolle von Überhang und Kröpfung. Eine passende Zweipunkt-Schablone gehört zum Zubehör des Plattenspielers.
Durch die werkseitige Voreinstellung kann der Pro-Ject T1 Evo zunächst ohne aufwendige Tonarmjustage verwendet werden. Vor der ersten Wiedergabe sollten Aufbau und Auflagekraft dennoch entsprechend der Bedienungsanleitung überprüft werden.
Massives CNC-gefertigtes Chassis
Das Chassis wird präzise CNC-gefertigt und weist keine unnötigen Hohlräume auf. Solche Bereiche könnten als Resonanzkammern wirken und mechanische Schwingungen innerhalb der Zarge verstärken.
Pro-Ject verzichtet bei der eigentlichen Zargenkonstruktion auf einfache Kunststofflösungen. Das massive Gehäuse stabilisiert die Montagepunkte von Motor, Hauptlager und Tonarm.
Speziell ausgewählte Standfüße reduzieren die Übertragung von Vibrationen aus der Stellfläche. Für das bestmögliche Ergebnis sollte der Plattenspieler auf einem stabilen und waagerechten Hi-Fi-Möbel oder einer geeigneten Wandhalterung stehen.
Der T1 Evo ist in Hochglanzschwarz, Seidenmattweiß und mit Walnussoberfläche erhältlich. Eine transparente Staubschutzhaube mit einstellbaren Scharnieren schützt Plattenteller, Tonarm und Tonabnehmer außerhalb des Betriebs.
Direkter Phonoausgang für freie Verstärkerwahl
Die Standardausführung des Pro-Ject T1 Evo besitzt keine integrierte Phonovorstufe. Das unverstärkte Signal des Ortofon OM 10 wird direkt ausgegeben.
Für den Betrieb wird daher ein Verstärker mit MM-Phonoeingang oder eine separate MM-Phonovorstufe benötigt. Normale Hochpegeleingänge wie AUX, CD oder Line sind ohne zusätzliche Phonostufe nicht geeignet.
Der Verzicht auf einen fest integrierten Phonovorverstärker bietet langfristige Flexibilität. Die Signalaufbereitung kann passend zum vorhandenen Verstärker und zu den persönlichen Anforderungen ausgewählt werden.
Zum Lieferumfang gehört ein speziell für Plattenspieler entwickeltes Pro-Ject Phonokabel. Seine semi-symmetrische, niederkapazitive Konstruktion und die wirkungsvolle Abschirmung sind auf das schwache Signal eines Tonabnehmers abgestimmt.
Drei Modelle innerhalb der T1-EVO-Familie
Neben der hier beschriebenen Standardausführung bietet Pro-Ject zwei weitere Varianten an. Der T1 Evo Phono besitzt einen integrierten, abschaltbaren Phonovorverstärker und kann dadurch direkt mit einem normalen Line-Eingang oder Aktivlautsprechern verbunden werden.
Der T1 Evo BT ergänzt die Phonostufe um einen Bluetooth-Sender. Er ermöglicht die kabellose Übertragung an kompatible Bluetooth-Lautsprecher oder Bluetooth-Kopfhörer.
Wer bereits über einen hochwertigen Phonoeingang oder eine separate Phonovorstufe verfügt, erhält mit dem normalen Pro-Ject T1 Evo die bewusst puristisch gehaltene Ausführung ohne zusätzliche Signalverarbeitung.
Handgefertigt in Europa
Der Pro-Ject T1 Evo wird in der Tschechischen Republik von Hand gefertigt. Das Werk ist seit vielen Jahren auf die Produktion von Plattenspielern spezialisiert.
Die europäische Fertigung umfasst die Bearbeitung der Zarge, den Aufbau der elektronischen Motorsteuerung und die Montage der mechanischen Komponenten. Jeder Plattenspieler wird vor der Auslieferung geprüft.
Verschleißteile wie Antriebsriemen und Abtastnadel können bei Bedarf ausgetauscht werden. Auch die Möglichkeit eines späteren Tonabnehmer- oder Plattenteller-Upgrades unterstützt eine langfristige Nutzung.
Persönliche Beratung zum Pro-Ject T1 Evo
Der Pro-Ject T1 Evo bietet einen durchdachten Einstieg in die manuelle Schallplattenwiedergabe. Sein Glasteller, das präzise Hauptlager, der einteilige Aluminiumtonarm und das Ortofon OM 10 gehen deutlich über die Konstruktion einfacher Kompaktplattenspieler hinaus.
Da die Standardausführung ein unverstärktes Phonosignal ausgibt, kommt der Auswahl einer passenden MM-Phonovorstufe eine wichtige Bedeutung zu. Auch die stabile Aufstellung und die korrekte Verbindung mit dem Masseanschluss tragen zu einer störungsarmen Wiedergabe bei.
Schüring High End berät Sie telefonisch und persönlich bei der Auswahl einer geeigneten Phonovorstufe sowie bei der Einbindung des Pro-Ject T1 Evo in Ihre vorhandene Hi-Fi-Anlage. Auch zu möglichen Nadel-, Tonabnehmer- und Plattenteller-Upgrades stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite.








