Beschreibung
Pro-Ject T1 Evo Phono – flexibler Plattenspieler mit integrierter Phonovorstufe
Der Pro-Ject T1 Evo Phono verbindet eine klassische manuelle Plattenspielerkonstruktion mit einem integrierten, abschaltbaren MM-Phonovorverstärker. Dadurch lässt sich das Laufwerk wahlweise an einen normalen Hochpegeleingang oder an eine externe Phonovorstufe anschließen.
Im Line-Modus übernimmt die eingebaute Phonostufe die notwendige Verstärkung und RIAA-Entzerrung des Tonabnehmersignals. Der Plattenspieler kann dann unmittelbar mit einem AUX-, CD- oder Line-Eingang, einem kompatiblen Aktivlautsprecher oder einer anderen Audiokomponente mit analogem Eingang verbunden werden.
Steht bereits ein hochwertiger MM-Phonoeingang zur Verfügung, wird der interne Vorverstärker umgangen. Der Phono-Modus gibt das unverstärkte Signal des vormontierten Ortofon OM 10 aus und erhält damit die Möglichkeit, die Signalaufbereitung später aufzurüsten.
Ein Plattenspieler für unterschiedliche Anlagen
Viele moderne Verstärker, Aktivlautsprecher und kompakte Audiosysteme besitzen keinen eigenen Phonoeingang. Ein herkömmlicher Plattenspieler kann an solchen Geräten nicht direkt betrieben werden, da sein Tonabnehmer nur eine sehr geringe Ausgangsspannung erzeugt.
Zusätzlich muss das Signal entsprechend der RIAA-Kennlinie entzerrt werden. Bei der Herstellung einer Schallplatte werden tiefe Frequenzen abgesenkt und hohe Frequenzen angehoben. Die Phonovorstufe stellt den ursprünglichen Frequenzverlauf bei der Wiedergabe wieder her.
Der Pro-Ject T1 Evo Phono erledigt beide Aufgaben im eigenen Gehäuse. Damit wird keine separate Phono Box für die erste Einrichtung benötigt. Diese platzsparende Lösung reduziert die Zahl der Geräte, Netzteile und Verbindungskabel.
Gleichzeitig bleibt der Nutzer nicht dauerhaft an die eingebaute Phonostufe gebunden. Diese Flexibilität unterscheidet den T1 Evo Phono von Plattenspielern, bei denen der interne Vorverstärker nicht aus dem Signalweg genommen werden kann.
Umschaltbarer Phono- und Line-Ausgang
Auf der Rückseite befinden sich vergoldete Cinchbuchsen und ein Umschalter für die gewünschte Betriebsart. Die richtige Schalterstellung richtet sich nach dem Eingang des angeschlossenen Geräts.
Im Line-Modus liegt ein bereits verstärktes und entzerrtes Signal an. Diese Einstellung ist für normale Hochpegeleingänge wie AUX, CD, Tuner oder Line sowie für geeignete Aktivlautsprecher vorgesehen.
Im Phono-Modus wird das ursprüngliche Signal des Ortofon OM 10 ausgegeben. Es muss anschließend von einem MM-Phonoeingang oder einer separaten MM-Phonovorstufe verarbeitet werden.
Ein Line-Signal sollte nicht an einen weiteren Phonoeingang angeschlossen werden, da es dort nochmals verstärkt und entzerrt würde. Umgekehrt ist das unverstärkte Phonosignal an einem normalen Line-Eingang deutlich zu leise und klanglich nicht korrekt entzerrt.
Speziell entwickelte MM-Phonovorstufe
Der integrierte MM-Phonovorverstärker bietet eine Verstärkung von 34 Dezibel. Sein Eingang ist mit 47 Kiloohm und 100 Pikofarad auf typische Moving-Magnet-Tonabnehmer ausgelegt.
Die Genauigkeit der RIAA-Entzerrung beträgt laut Hersteller maximal 0,5 Dezibel zwischen 20 Hertz und 20 Kilohertz. Damit wird der bei der Schallplattenherstellung veränderte Frequenzgang kontrolliert zurückgeführt.
Die Phonostufe ist auf den vormontierten Ortofon-OM-10-Tonabnehmer abgestimmt. Laufwerk, Tonarm, Tonabnehmer und Vorverstärker bilden dadurch bereits ab Werk eine funktionsfähige Gesamtlösung.
Bei einem späteren Tonabnehmerwechsel muss berücksichtigt werden, dass die interne Phonostufe für MM-Systeme vorgesehen ist. Für einen Low-Output-MC-Tonabnehmer wird eine geeignete externe MC-Phonovorstufe benötigt. In diesem Fall wird der interne Vorverstärker über die Phono-Einstellung umgangen.
Elektronische Geschwindigkeitswahl
Der Pro-Ject T1 Evo Phono spielt Schallplatten mit 33 und 45 Umdrehungen pro Minute ab. Zwischen beiden Geschwindigkeiten wird elektronisch umgeschaltet.
Bei älteren oder einfacher konstruierten Riemenplattenspielern muss der Antriebsriemen für einen Geschwindigkeitswechsel auf eine andere Stufe der Motorriemenscheibe gesetzt werden. Beim T1 Evo Phono genügt dagegen die Betätigung des Geschwindigkeitsschalters.
Ein Präzisionsgenerator kontrolliert die Ansteuerung des Motors. Die elektronisch erzeugten Betriebsbedingungen unterstützen eine gleichmäßige Wiedergabegeschwindigkeit und erleichtern den Wechsel zwischen Langspielplatten und Singles.
Der Motor treibt über einen elastischen Riemen einen vergrößerten Subteller an. Der Riemen reduziert die direkte Übertragung von Motorvibrationen auf Plattenteller und Schallplatte.
Vergrößerter Subteller für eine stabile Rotation
Der neu entwickelte Subteller nimmt den Antriebsriemen auf und überträgt die Motorbewegung auf den Hauptteller. Seine vergrößerte Konstruktion schafft eine stabile Auflage und eine gleichmäßigere Kraftübertragung.
Pro-Ject gestaltet den Subteller so, dass unerwünschte Eigenresonanzen reduziert werden. Zusammen mit dem schweren Glasteller entsteht eine ruhige Rotationsplattform für die Abtastung.
Der Subteller sitzt auf einem präzise gefertigten Hauptlager. Eine gehärtete Edelstahlachse läuft in einer Messingbuchse. Die unterschiedlichen Materialeigenschaften bieten eine stabile Führung und gute Gleiteigenschaften.
Die Fertigungstoleranz des Lagers beträgt bis zu 0,001 Millimeter. Das geringe Spiel unterstützt eine präzise Drehachse und reduziert mechanische Unregelmäßigkeiten.
Schwerer, acht Millimeter starker Glasteller
Der Hauptteller besteht aus gestrahltem Glas und besitzt eine Stärke von acht Millimetern. Glas bietet eine hohe Materialdichte sowie eine gleichmäßige Verteilung der Masse.
Gegenüber einfachen Tellern aus Kunststoff oder dünnem Stahl bildet der Glasteller eine plane und formstabile Auflage. Seine Rotationsmasse wirkt kleineren kurzfristigen Schwankungen des Antriebs entgegen.
Zudem neigt Glas weniger zu den ausgeprägten Eigenresonanzen leichter Kunststoff- und Metallkonstruktionen. Die gestrahlte Oberfläche fügt sich optisch in das geradlinige Design des Plattenspielers ein.
Eine Filzmatte schützt die Schallplatte und bildet die vorgesehene Kontaktfläche zum Glasteller. Sie gehört ebenso wie die transparente Staubschutzhaube zum Lieferumfang.
Als spätere Erweiterung kann der T1 Evo Phono mit dem optionalen Pro-Ject PRO Platter ausgestattet werden. Der aus Aluminiumdruckguss gefertigte Teller wiegt 1,7 Kilogramm und besitzt einen integrierten TPE-Dämpfungsring.
Einteiliger Aluminiumtonarm
Der Pro-Ject T1 Evo Phono ist mit einem geraden 8,6-Zoll-Tonarm aus Aluminium ausgestattet. Seine effektive Länge beträgt 218,5 Millimeter.
Tonarmrohr und Headshell bilden eine durchgehende Einheit. Zusätzliche Schraub-, Steck- oder Klebeverbindungen zwischen beiden Komponenten werden vermieden. Dies erhöht die Steifigkeit und reduziert potenzielle Resonanzstellen.
Das Aluminiumrohr verbindet eine stabile Konstruktion mit moderater bewegter Masse. Reibungsarme Lager ermöglichen dem Tonarm, den Bewegungen der Abtastnadel kontrolliert zu folgen.
Der Tonarm wird vollständig manuell bedient. Der Nutzer führt ihn über die gewünschte Einlaufrille und senkt ihn mithilfe des Tonarmlifts ab. Eine automatische Endabschaltung oder Tonarmrückführung ist nicht vorhanden.
Vormontierter Ortofon-OM-10-Tonabnehmer
Der Pro-Ject T1 Evo Phono wird mit dem Moving-Magnet-Tonabnehmer Ortofon OM 10 ausgeliefert. Das System ist bereits montiert, ausgerichtet und auf den Aluminiumtonarm abgestimmt.
Die elliptisch geschliffene Diamantnadel kann den feinen seitlichen Auslenkungen einer Schallplattenrille präzise folgen. Sie bietet eine größere Kontaktgenauigkeit als ein einfacher sphärischer Nadelschliff.
Der OM 10 erzeugt eine Ausgangsspannung von vier Millivolt und eignet sich für MM-Phonoeingänge mit einem Abschlusswiderstand von 47 Kiloohm. Damit passt er unmittelbar zur integrierten Phonovorstufe.
Sein Nadeleinschub lässt sich separat austauschen. Bei einer verschlissenen oder beschädigten Nadel muss daher nicht der vollständige Tonabnehmer ersetzt werden.
Innerhalb der Ortofon-OM-Serie stehen außerdem kompatible höherwertige Nadeleinschübe zur Verfügung. Ein späteres Nadel-Upgrade kann vorgenommen werden, ohne das Tonabnehmergehäuse neu zu montieren und auszurichten.
Werkseitig vorbereitete Tonarmeinstellung
Der Ortofon OM 10 wird bereits im Werk geometrisch ausgerichtet. Auch die Auflagekraft ist für den vormontierten Tonabnehmer vorbereitet.
Das einstellbare Gegengewicht eignet sich für Tonabnehmer mit einem Gewicht zwischen fünf und zehn Gramm. Dadurch kann der Tonarm bei Bedarf auch mit anderen geeigneten Halbzollsystemen verwendet werden.
Nach einem Tonabnehmerwechsel müssen Auflagekraft, Überhang und Kröpfung neu eingestellt werden. Eine Zweipunkt-Ausrichtungsschablone gehört zum Zubehör.
Die werksseitige Vorbereitung erleichtert den Einstieg erheblich. Vor der ersten Nutzung sollten die einzelnen Montageschritte und Einstellungen dennoch entsprechend der Bedienungsanleitung kontrolliert werden.
Resonanzarmes Vollchassis
Das Chassis wird präzise CNC-gefertigt. Pro-Ject vermeidet unnötige Hohlräume, die innerhalb der Zarge wie kleine Resonanzkammern wirken könnten.
Das weitgehend massive Gehäuse stabilisiert die Befestigungspunkte von Motor, Hauptlager und Tonarm. Bei der eigentlichen Zargenkonstruktion wird auf einfache Kunststofflösungen verzichtet.
Vibrationsabsorbierende Standfüße reduzieren die Übertragung von Schwingungen aus dem Untergrund. Trotzdem profitiert der Plattenspieler von einem stabilen und waagerechten Aufstellort.
Erhältlich ist der T1 Evo Phono in Hochglanzschwarz, Seidenmattweiß und mit Walnussoberfläche. Die transparente Staubschutzhaube besitzt einstellbare Scharniere und schützt das Laufwerk außerhalb des Betriebs.
Phonokabel mit niedriger Kapazität
Zum Lieferumfang gehört das Pro-Ject Connect it Phono E RCA-Kabel. Es wurde speziell für die Übertragung empfindlicher Tonabnehmersignale entwickelt.
Die Leitung ist wirkungsvoll geschirmt, niederkapazitiv und semi-symmetrisch aufgebaut. Diese Eigenschaften sind besonders im Phono-Modus wichtig, da dort nur das schwache Ausgangssignal des Ortofon OM 10 übertragen wird.
Ein separater Masseleiter stellt bei Nutzung eines externen Phonoeingangs die Erdungsverbindung her und hilft, mögliche Brummgeräusche zu vermeiden.
Die Cinchbuchsen ermöglichen bei Bedarf einen Austausch des Kabels. Damit unterscheidet sich der T1 Evo Phono von der Standardausführung mit fest angeschlossener Phonoleitung.
Abgrenzung zu T1 Evo und T1 Evo BT
Die T1-EVO-Reihe umfasst drei Varianten mit derselben mechanischen Grundkonstruktion. Der normale T1 Evo gibt ausschließlich ein unverstärktes Phonosignal aus und benötigt immer einen geeigneten MM-Phonoeingang.
Der hier beschriebene T1 Evo Phono ergänzt einen abschaltbaren MM-Phonovorverstärker. Damit kann er sowohl an Phono- als auch an normale Line-Eingänge angeschlossen werden.
Der T1 Evo BT bietet zusätzlich einen Bluetooth-Sender für die kabellose Übertragung an kompatible Lautsprecher, Kopfhörer oder Bluetooth-Empfänger. Der T1 Evo Phono besitzt dagegen keine Bluetooth-Funktion.
Persönliche Beratung zum Pro-Ject T1 Evo Phono
Der Pro-Ject T1 Evo Phono eignet sich für Musikliebhaber, die einen unkomplizierten Plattenspieler mit integriertem Vorverstärker suchen, sich aber die Möglichkeit einer späteren Aufrüstung offenhalten möchten.
Die abschaltbare MM-Phonostufe ermöglicht den Betrieb mit modernen Verstärkern, Aktivlautsprechern und klassischen Hi-Fi-Anlagen. Der Ortofon-OM-10-Tonabnehmer, der Glasteller und der einteilige Aluminiumtonarm bilden dabei eine abgestimmte Grundlage.
Schüring High End berät Sie telefonisch und persönlich zur richtigen Anschlussart und zur Integration des Pro-Ject T1 Evo Phono in Ihre vorhandene Anlage. Auch bei Fragen zu externen Phonovorstufen sowie möglichen Nadel-, Tonabnehmer- und Plattenteller-Upgrades unterstützen wir Sie gerne.


