Beschreibung
Pro-Ject T2 – audiophiler Plattenspieler mit komfortabler Bedienung
Der Pro-Ject T2 ist ein hochwertiger, bewusst geradlinig konstruierter Plattenspieler für den Einstieg in die anspruchsvolle Vinylwiedergabe. Er kombiniert einen elektronisch geregelten Riemenantrieb mit einem schweren Glasteller, einem präzisen 9-Zoll-Tonarm und einem vormontierten Sumiko-Rainier-Tonabnehmer.
Im Vergleich zum kleineren T1 wurde die Konstruktion an mehreren entscheidenden Stellen weiterentwickelt. Das Chassis fällt größer aus, der Plattenteller ist schwerer, der Tonarm wurde auf neun Zoll verlängert und das Antiskating lässt sich individuell einstellen. Trotz dieser technischen Erweiterungen bleibt das Bedienkonzept übersichtlich und alltagstauglich.
Der Pro-Ject T2 richtet sich damit sowohl an Vinyl-Einsteiger als auch an erfahrene Hörer, die einen unkomplizierten Plattenspieler mit hochwertiger mechanischer Basis suchen. Da auf eine integrierte Phonovorstufe verzichtet wird, kann der passende Phonoeingang frei gewählt und später unabhängig vom Laufwerk aufgerüstet werden.
Resonanzarmes Chassis ohne Hohlräume
Das Chassis des Pro-Ject T2 wird präzise CNC-gefertigt. Sein vergrößertes Format schafft eine stabilere Plattform für Motor, Plattentellerlager und Tonarm.
Pro-Ject verzichtet innerhalb der Zarge auf unnötige Hohlräume. Solche Bereiche könnten wie kleine Resonanzkammern wirken und mechanische Schwingungen verstärken. Der weitgehend massive Aufbau trägt dazu bei, Resonanzen innerhalb des Plattenspielers zu kontrollieren.
Auch auf Bauteile aus Kunststoff wird beim Chassis verzichtet. Die Konstruktion bildet dadurch eine stabile Grundlage, ohne den Plattenspieler unnötig schwer oder kompliziert zu gestalten.
Speziell ausgewählte Standfüße entkoppeln das Laufwerk von seiner Stellfläche. Sie reduzieren die Übertragung von Trittschall, Körperschall und anderen Schwingungen aus der Umgebung. Für das bestmögliche Ergebnis empfiehlt sich dennoch eine stabile und waagerechte Aufstellung auf einem geeigneten Hi-Fi-Rack oder einer Wandhalterung.
1,7 Kilogramm schwerer Plattenteller aus Glas
Ein auffälliges Merkmal des Pro-Ject T2 ist der zehn Millimeter starke Plattenteller aus Glas. Mit einem Gewicht von 1,7 Kilogramm ist er deutlich massiver als viele einfache Teller aus Kunststoff oder dünnem Stahlblech.
Glas besitzt eine hohe Materialdichte und bietet eine gleichmäßige Gewichtsverteilung. Der präzise gefertigte Teller unterstützt dadurch einen ruhigen Lauf und stabilisiert die Drehbewegung. Gleichzeitig neigt er weniger zu den ausgeprägten Resonanzen, die bei leichten Kunststoff- oder Metalltellern auftreten können.
Die hohe Rotationsmasse hilft dabei, kleinere Schwankungen des Antriebs auszugleichen. Nach dem Hochlaufen dreht sich der Teller gleichmäßig weiter und bildet eine stabile Unterlage für die Schallplatte.
Eine passende Filzmatte gehört zum Lieferumfang. Sie schützt die Plattenoberfläche und schafft den vorgesehenen Kontakt zwischen Schallplatte und Glasteller. Für Singles mit großem Mittelloch wird außerdem ein Adapter mitgeliefert.
Präziser Riemenantrieb mit elektronischer Regelung
Der Pro-Ject T2 arbeitet mit einem Riemenantrieb. Der Motor überträgt seine Kraft über einen elastischen Riemen auf einen speziell für die T-Line entwickelten Subteller.
Da der Motor den Plattenteller nicht unmittelbar antreibt, werden Motorvibrationen bereits durch den Riemen reduziert. Der schwere Glasteller glättet die verbleibende Drehbewegung zusätzlich.
Im Unterschied zu einfachen Plattenspielern mit ungeregelten Gleichstrommotoren setzt Pro-Ject auf einen elektronisch geregelten Wechselstrommotor. Ein präzises Steuersystem erzeugt die erforderliche Antriebsfrequenz und sorgt für möglichst konstante Geschwindigkeiten.
Der Wechsel zwischen 33 und 45 Umdrehungen pro Minute erfolgt elektronisch über einen Schalter am Gerät. Der Antriebsriemen muss daher beim Wechsel zwischen Langspielplatten und Singles nicht von Hand umgesetzt werden.
Diese Kombination aus entkoppeltem Riemenantrieb, geregeltem Motor und schwerem Glasteller bildet die Grundlage für eine stabile und störungsarme Wiedergabe.
Aufwendig gefertigtes Hauptlager
Der Subteller läuft auf einem präzisen Hauptlager mit einer gehärteten Edelstahlachse und einer Messingbuchse. Pro-Ject fertigt die Lagerkomponenten mit einer Toleranz von bis zu 0,001 Millimetern.
Die enge Passung reduziert unerwünschtes Lagerspiel und ermöglicht eine kontrollierte Rotation. Gleichzeitig bietet die Materialpaarung aus gehärtetem Stahl und Messing eine hohe Belastbarkeit und gute Gleiteigenschaften.
Eine sorgfältige Fertigung des Hauptlagers ist bei einem Plattenspieler besonders wichtig. Seitliche Bewegungen oder ungleichmäßige Reibung könnten den Gleichlauf beeinträchtigen und mechanische Geräusche erzeugen. Das präzise Lager des Pro-Ject T2 schafft eine stabile Drehachse für den schweren Glasteller.
Neuer einteiliger 9-Zoll-Tonarm
Der Pro-Ject T2 besitzt einen geraden 9-Zoll-Tonarm aus Aluminium. Mit einer effektiven Länge von 230 Millimetern ist er länger als der Tonarm des T1 und bietet eine ausgewogene Geometrie für die Abtastung klassischer Schallplattenformate.
Das Tonarmrohr und das Headshell bilden eine durchgehende Einheit. Pro-Ject verzichtet auf ein angeschraubtes, angeklebtes oder abnehmbares Headshell. Zusätzliche Verbindungsstellen, die die Steifigkeit reduzieren oder unerwünschte Resonanzen erzeugen könnten, werden dadurch vermieden.
Aluminium bietet ein günstiges Verhältnis aus Gewicht und Stabilität. Der Tonarm kann den Tonabnehmer präzise führen, ohne unnötig viel bewegte Masse aufzubauen.
Neu entwickelte, reibungsarme Lager wurden auf die größere Länge und den erhöhten Durchmesser des Tonarmrohrs abgestimmt. Sie ermöglichen dem Tonarm, den feinen Auslenkungen der Schallplattenrille kontrolliert zu folgen.
Einstellbares, federbasiertes Antiskating
Eine weitere Verbesserung ist das einstellbare Antiskating-System. Während der Wiedergabe entsteht eine Kraft, die den Tonarm zur Mitte der Schallplatte zieht. Ohne einen passenden Ausgleich könnten die beiden Rillenflanken unterschiedlich stark belastet werden.
Der Pro-Ject T2 verwendet dafür eine federbasierte Antiskating-Konstruktion. Die Einstellung kann an die verwendete Auflagekraft und den montierten Tonabnehmer angepasst werden.
Das einstellbare System bietet zudem Vorteile bei einer späteren Aufrüstung. Wird der vormontierte Tonabnehmer gegen ein anderes MM- oder MC-System ausgetauscht, kann das Antiskating entsprechend neu justiert werden.
Sumiko Rainier MM-Tonabnehmer ab Werk
Der Pro-Ject T2 wird mit einem vormontierten und voreingestellten Sumiko Rainier geliefert. Der Moving-Magnet-Tonabnehmer wird in Japan gefertigt und besitzt einen elliptisch geschliffenen Diamanten.
Der elliptische Nadelschliff kann den Modulationen der Schallplattenrille präziser folgen als eine einfache sphärische Nadel. Dies schafft gute Voraussetzungen für eine detailreiche Wiedergabe und eine saubere Abtastung über den gesamten Plattenradius.
Durch die werkseitige Montage und Voreinstellung entfällt ein großer Teil der bei einem neuen Plattenspieler üblichen Justage. Nach dem Aufstellen und der abschließenden Kontrolle kann das Laufwerk vergleichsweise schnell in Betrieb genommen werden.
Der Rainier arbeitet nach dem MM-Prinzip und kann an einen üblichen MM-Phonoeingang angeschlossen werden. Verfügt der Verstärker nicht über einen passenden Eingang, wird eine separate MM-Phonovorstufe benötigt.
Die auswechselbare Nadeleinheit erleichtert die spätere Wartung. Auch ein Wechsel auf eine höherwertige kompatible Nadeleinheit innerhalb der Sumiko-Oyster-Serie kann eine Möglichkeit zur weiteren Aufrüstung darstellen.
Offen für spätere Tonabnehmer-Upgrades
Obwohl der Sumiko Rainier bereits eine ausgewogene Ausgangsbasis bietet, ist der Pro-Ject T2 nicht dauerhaft auf diesen Tonabnehmer festgelegt. Das einstellbare Gegengewicht und das variable Antiskating ermöglichen die Anpassung an weitere Tonabnehmer.
Der leichte, präzise geführte Aluminiumtonarm kann mit unterschiedlichen MM-Systemen und geeigneten MC-Tonabnehmern kombiniert werden. Bei der Auswahl sollten Tonabnehmergewicht, Nadelnachgiebigkeit und die effektive Masse des Tonarms berücksichtigt werden.
Nach einem Tonabnehmerwechsel müssen Überhang, Kröpfung, Auflagekraft und Antiskating neu eingestellt werden. Eine sorgfältige Justage ist entscheidend, um Verzerrungen und eine ungleichmäßige Belastung der Rillenflanken zu vermeiden.
Hochwertiges Phonokabel statt einfacher Cinchleitung
Zum Lieferumfang gehört ein speziell für Phonosignale entwickeltes Pro-Ject Anschlusskabel. Es ist stark geschirmt, niederkapazitiv und semi-symmetrisch aufgebaut.
Ein Tonabnehmer erzeugt eine erheblich geringere Signalspannung als normale Hi-Fi-Quellgeräte. Aus diesem Grund reagiert die Verbindung zwischen Plattenspieler und Phonovorstufe besonders empfindlich auf elektromagnetische Einstreuungen und ungünstige Kabelparameter.
Das mitgelieferte Kabel ist auf diese Anforderungen abgestimmt und besitzt robuste Metallstecker. Ein separater Masseleiter stellt die Erdungsverbindung zur Phonovorstufe oder zum Phonoeingang des Verstärkers her.
Die Cinch-Ausgangsbuchsen des Pro-Ject T2 sind vergoldet und ermöglichen einen späteren Austausch des Kabels. Das bietet mehr Flexibilität als eine fest mit dem Plattenspieler verbundene Anschlussleitung.
Option für eine symmetrische Phonoverbindung
Die interne Signalführung des Pro-Ject T2 ist vollständig symmetrisch ausgelegt. In Verbindung mit einem geeigneten Tonabnehmer, einem passenden True-Balanced-Kabel und einer symmetrischen Phonovorstufe kann das Laufwerk daher auch in ein symmetrisches Phonosystem integriert werden.
Dafür ist ein geeigneter MC-Tonabnehmer oder der speziell entwickelte Pick it PRO Balanced erforderlich. Zusätzlich werden eine kompatible Phonovorstufe wie die Pro-Ject Phono Box S3 B oder Phono Box DS3 B und das entsprechende Anschlusskabel benötigt.
Diese Komponenten sind nicht Bestandteil der Standardausstattung. Die vorbereitete Signalführung eröffnet jedoch einen sinnvollen späteren Ausbauweg, ohne dass der gesamte Plattenspieler ersetzt werden muss.
Drei hochwertige Oberflächen
Der Pro-Ject T2 ist in Hochglanzschwarz, seidenmattem Weiß und mit Walnussfurnier erhältlich. Die klar gestaltete Zarge, der Glasteller und der geradlinige Tonarm verleihen dem Modell ein zeitloses Erscheinungsbild.
Eine transparente Acrylhaube mit einstellbaren Scharnieren gehört zur Ausstattung. Sie schützt Plattenteller, Tonarm und Tonabnehmer außerhalb des Betriebs vor Staub und unbeabsichtigten Berührungen.
Der Plattenspieler wird in Europa von einem auf analoge Laufwerke spezialisierten Hersteller gefertigt. Die europäische Produktion ermöglicht eine hohe Fertigungstiefe und ist auf eine langfristige Nutzung des Produkts ausgerichtet.
Persönliche Beratung zum Pro-Ject T2
Der Pro-Ject T2 bietet einen unkomplizierten Einstieg in eine hochwertige analoge Musikwiedergabe, ohne auf wichtige Einstell- und Aufrüstmöglichkeiten zu verzichten. Der schwere Glasteller, der elektronisch geregelte Riemenantrieb und der 9-Zoll-Aluminiumtonarm gehen deutlich über die Konstruktion einfacher Einstiegsplattenspieler hinaus.
Welche Phonovorstufe am besten zum Sumiko Rainier und zur vorhandenen Hi-Fi-Anlage passt, hängt von den eingesetzten Komponenten und den individuellen Anforderungen ab. Auch bei einem späteren Tonabnehmerwechsel sollten die mechanische Kompatibilität und die elektrischen Abschlusswerte berücksichtigt werden.
Schüring High End berät Sie telefonisch und persönlich bei der Auswahl einer geeigneten Phonovorstufe, bei möglichen Tonabnehmer-Upgrades und bei der optimalen Einbindung des Pro-Ject T2 in Ihre bestehende Musikanlage.


