Beschreibung
Pro-Ject T2 Super Phono – Plattenspieler mit hochwertiger Phonovorstufe
Der Pro-Ject T2 Super Phono kombiniert einen sorgfältig konstruierten Riemenplattenspieler mit einer speziell entwickelten, abschaltbaren MM-Phonovorstufe. Dadurch kann das Modell unmittelbar an einen freien Hochpegeleingang eines Verstärkers, Aktivlautsprechers oder Hi-Fi-Systems angeschlossen werden. Ein separater Phonoeingang ist für den Betrieb nicht erforderlich.
Im Mittelpunkt steht dennoch ein klassischer analoger Aufbau: Der elektronisch geregelte Motor treibt einen schweren Glasteller an, während ein einteiliger 9-Zoll-Tonarm den vormontierten Sumiko-Rainier-Tonabnehmer führt. Die integrierte Phonovorstufe wurde nicht als einfache Zusatzfunktion ausgelegt, sondern speziell auf eine hochwertige Signalverarbeitung abgestimmt.
Gleichzeitig bleibt der Pro-Ject T2 Super Phono flexibel. Der interne Vorverstärker kann vollständig umgangen werden, sodass später eine externe Phonovorstufe oder ein anderer Tonabnehmer verwendet werden kann. Damit verbindet das Modell eine unkomplizierte Inbetriebnahme mit langfristigen Aufrüstmöglichkeiten.
Direkt an Verstärker und Aktivlautsprecher anschließbar
Ein MM-Tonabnehmer erzeugt nur eine sehr geringe Ausgangsspannung. Zudem muss das Signal nach der bei der Schallplattenherstellung verwendeten RIAA-Kennlinie entzerrt werden. Ein normaler Cinch-, AUX- oder Line-Eingang kann diese Aufgaben nicht übernehmen.
Der Pro-Ject T2 Super Phono verfügt deshalb über einen eingebauten Phonovorverstärker. Im Line-Modus wird das Signal des Sumiko-Rainier-Tonabnehmers intern verstärkt und entzerrt. Anschließend kann es an einen gewöhnlichen Hochpegeleingang weitergegeben werden.
Diese Lösung eignet sich besonders für moderne Verstärker ohne Phonoeingang, kompakte Hi-Fi-Systeme und Aktivlautsprecher mit analogem Eingang. Zusätzliche Geräte, Netzteile und Verbindungskabel sind für den Einstieg nicht notwendig.
Im Gegensatz zu vielen einfachen Plattenspielern mit integrierter Phonostufe bleibt der Nutzer jedoch nicht dauerhaft an die interne Elektronik gebunden. Über den Phono-Modus lässt sich der Vorverstärker aus dem Signalweg nehmen. Das unverstärkte Tonabnehmersignal steht dann für einen externen Phonovorverstärker oder einen geeigneten Phonoeingang zur Verfügung.
Zweistufiger Split-Passive-MM-Phonovorverstärker
Die integrierte Phonostufe ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem normalen Pro-Ject T2. Pro-Ject verwendet eine zweistufige Split-Passive-Schaltung, die ursprünglich für den T2 W entwickelt und für den T2 Super Phono weiter optimiert wurde.
Bei einer Split-Passive-Konstruktion wird die erforderliche RIAA-Entzerrung auf unterschiedliche Bereiche der Verstärkerschaltung verteilt. Dies ermöglicht eine kontrollierte Signalverarbeitung und reduziert die Abhängigkeit von einer einzigen aktiven Verstärkerstufe.
Das größere verfügbare Platinenformat des T2 Super Phono erlaubt eine überarbeitete Anordnung der Schaltungskomponenten. Ziel ist eine störungsarme Verstärkung des besonders empfindlichen Phonosignals.
Die interne Phonovorstufe ist auf MM-Tonabnehmer ausgelegt und passt zu den elektrischen Eigenschaften des vormontierten Sumiko Rainier. Sie arbeitet mit einer Verstärkung von 42 Dezibel und einem Eingangswiderstand von 47 Kiloohm. Die Genauigkeit der RIAA-Entzerrung beträgt laut Hersteller maximal 0,3 Dezibel zwischen 20 Hertz und 20 Kilohertz.
Sumiko Rainier ab Werk montiert und eingestellt
Der Pro-Ject T2 Super Phono wird mit einem Sumiko-Rainier-MM-Tonabnehmer ausgeliefert. Das in Japan gefertigte System besitzt eine elliptisch geschliffene Diamantnadel und ist bereits am einteiligen Headshell montiert.
Die elliptische Nadel kann den seitlichen Modulationen einer Schallplattenrille präziser folgen als ein einfacher sphärischer Schliff. Dies schafft gute Voraussetzungen für eine differenzierte Wiedergabe und eine saubere Abtastung bis in den inneren Bereich der Schallplatte.
Pro-Ject stimmt den Tonabnehmer werkseitig auf den Tonarm ab. Auflagekraft und Antiskating sind für den Rainier vorbereitet, sodass die grundlegende Einrichtung für den Nutzer überschaubar bleibt. Nach dem Aufstellen müssen im Wesentlichen Plattenteller, Riemen und Gegengewicht entsprechend der Anleitung montiert beziehungsweise kontrolliert werden.
Der Nadeleinschub des Sumiko Rainier lässt sich austauschen. Bei Verschleiß muss daher nicht der gesamte Tonabnehmer ersetzt werden. Darüber hinaus eröffnet die kompatible Bauweise Möglichkeiten für ein späteres Upgrade innerhalb der Sumiko-Oyster-Serie.
Stabil gefertigtes Chassis ohne Resonanzkammern
Die vergrößerte Zarge des Pro-Ject T2 Super Phono wird präzise CNC-gefertigt. Pro-Ject verzichtet innerhalb des Gehäuses auf unnötige Hohlräume, in denen sich Schwingungen ausbreiten und verstärken könnten.
Ein weitgehend massiver Aufbau stabilisiert die Montagepunkte von Motor, Plattentellerlager und Tonarm. Gleichzeitig werden keine Kunststoffbauteile für die eigentliche Zargenkonstruktion eingesetzt.
Mechanische Ruhe ist bei der Schallplattenwiedergabe besonders wichtig. Der Tonabnehmer unterscheidet nicht zwischen den Rillenbewegungen der Musik und Schwingungen, die aus dem Laufwerk oder der Umgebung stammen. Alle Bewegungen an der Nadel können Bestandteil des elektrischen Ausgangssignals werden.
Vibrationsabsorbierende Standfüße reduzieren daher die Übertragung von Körperschall aus der Stellfläche. Der Pro-Ject T2 Super Phono profitiert dennoch von einer stabilen, waagerechten und möglichst resonanzarmen Aufstellung.
Massiver Glasteller statt leichter Kunststoffkonstruktion
Der Plattenteller besteht aus zehn Millimeter starkem Glas und wiegt 1,7 Kilogramm. Das Material besitzt eine hohe Dichte und ermöglicht eine gleichmäßige Gewichtsverteilung.
Gegenüber leichten Tellern aus Kunststoff oder dünnem Stahl bietet der Glasteller eine höhere Rotationsmasse. Nach dem Erreichen der gewählten Geschwindigkeit stabilisiert seine Trägheit die Drehbewegung und wirkt kurzfristigen Schwankungen des Antriebs entgegen.
Glas bildet außerdem eine plane und formstabile Auflage. Eine mitgelieferte Filzmatte schützt die Schallplattenoberfläche und stellt den vorgesehenen Kontakt zwischen Platte und Teller her.
Der separate Aufbau von Hauptteller und Subteller ermöglicht es, den Antriebsriemen unterhalb des sichtbaren Glastellers zu führen. So bleibt das äußere Erscheinungsbild klar und aufgeräumt.
Elektronisch geregelter Wechselstrommotor
Der Pro-Ject T2 Super Phono nutzt einen Riemenantrieb mit einem elektronisch geregelten Wechselstrommotor. Der elastische Riemen trennt den Motor mechanisch vom Plattenteller und reduziert die direkte Übertragung von Antriebsvibrationen.
Ein DC-AC-Generator erzeugt die benötigte Versorgung für den Wechselstrommotor. Dadurch wird die Antriebsfrequenz kontrolliert bereitgestellt und ist nicht unmittelbar von üblichen Schwankungen des Stromnetzes abhängig.
Die Geschwindigkeiten 33 und 45 Umdrehungen pro Minute werden elektronisch gewählt. Für den Wechsel zwischen Langspielplatten und Singles muss der Antriebsriemen nicht von Hand umgelegt werden.
Der Motor treibt einen speziell für die T-Line entwickelten Subteller an. Dieser rotiert auf einem präzise gefertigten Hauptlager mit gehärteter Edelstahlachse und Messingbuchse. Die Fertigungstoleranz von bis zu 0,001 Millimetern ermöglicht eine genaue Führung mit geringem Lagerspiel.
Einteiliger Aluminiumtonarm mit neun Zoll Länge
Der gerade Tonarm besteht aus Aluminium und besitzt eine effektive Länge von 230 Millimetern. Tonarmrohr und Headshell werden aus einem Stück gefertigt.
Durch die einteilige Konstruktion entfallen Schraub-, Klebe- oder Steckverbindungen zwischen Tonarmrohr und Headshell. Solche Übergänge können die Steifigkeit beeinträchtigen oder zusätzliche Resonanzen erzeugen. Der geschlossene Aufbau des Pro-Ject T2 Super Phono bildet dagegen eine stabile Verbindung zum Tonabnehmer.
Neu entwickelte, reibungsarme Tonarmlager wurden auf die Länge und den Durchmesser des Aluminiumrohres abgestimmt. Sie führen den Tonarm kontrolliert über die Schallplatte und ermöglichen ihm zugleich, den Bewegungen der Rille frei zu folgen.
Das einstellbare Gegengewicht erlaubt eine präzise Anpassung der Auflagekraft. Damit kann der Tonarm bei einem späteren Tonabnehmerwechsel neu ausbalanciert werden.
Einstellbares Antiskating für zukünftige Tonabnehmer
Der Tonarm besitzt ein federbasiertes Antiskating-System. Dieses gleicht die Kraft aus, die den Tonarm während der Wiedergabe zur Plattenmitte zieht.
Für den vormontierten Sumiko Rainier wird das Antiskating bereits passend zur empfohlenen Auflagekraft eingestellt. Bei einem späteren Wechsel des Tonabnehmers kann die Einstellung angepasst werden.
Diese Flexibilität unterscheidet den Pro-Ject T2 Super Phono von vollständig festgelegten Komplettplattenspielern. Der Nutzer erhält eine komfortabel vorbereitete Kombination, behält aber die Möglichkeit, Tonabnehmer und Phonovorstufe später zu verändern.
Soll ein MC-Tonabnehmer eingesetzt werden, wird der eingebaute MM-Phonovorverstärker abgeschaltet. Das Signal kann anschließend an eine geeignete externe MC-Phonovorstufe weitergegeben werden.
Speziell entwickeltes Phonokabel
Zum Lieferumfang gehört ein geschirmtes und niederkapazitives Phonokabel von Pro-Ject. Seine semi-symmetrische Konstruktion ist auf die Übertragung schwacher Tonabnehmersignale abgestimmt.
Die Metallstecker stellen eine stabile Verbindung zu Verstärker, Aktivlautsprechern oder externer Phonovorstufe her. Ein separater Masseleiter dient der Erdung, wenn der interne Phonovorverstärker umgangen und ein externer Phonoeingang verwendet wird.
Im Line-Betrieb verlässt ein bereits verstärktes und entzerrtes Signal den Plattenspieler. Im Phono-Betrieb wird dagegen das ursprüngliche, deutlich schwächere Signal des Tonabnehmers ausgegeben. Vor dem Anschluss sollte daher stets geprüft werden, welcher Betriebsmodus für den gewählten Eingang vorgesehen ist.
Flexible Lösung für unterschiedliche Anlagen
Der Pro-Ject T2 Super Phono kann auf verschiedene Weise in eine Hi-Fi-Anlage integriert werden. Der direkte Anschluss an einen normalen Line-Eingang bietet die einfachste Lösung. Die interne Phonovorstufe übernimmt dabei alle notwendigen Aufgaben.
Ist bereits ein hochwertiger MM-Phonoeingang vorhanden, kann die interne Schaltung deaktiviert werden. So lässt sich vergleichen, welche Phonovorstufe besser zur Anlage und zu den persönlichen Vorstellungen passt.
Bei einer späteren Umrüstung auf einen geeigneten MC-Tonabnehmer steht ebenfalls der direkte Phonoausgang zur Verfügung. Das Laufwerk kann dadurch mit den Ansprüchen des Nutzers wachsen, ohne dass seine komfortable Grundausstattung verloren geht.
Hochglanz, Seidenmatt oder Echtholz
Der Pro-Ject T2 Super Phono ist in Hochglanzschwarz, Seidenmattweiß und mit Walnussfurnier erhältlich. Die schlichte Zarge, der klare Glasteller und der geradlinige Tonarm ergeben ein zeitloses Erscheinungsbild.
Eine transparente Acrylhaube mit einstellbaren Scharnieren gehört zum Lieferumfang. Sie schützt Schallplatte, Tonarm und Tonabnehmer außerhalb des Betriebs vor Staub und unbeabsichtigten Berührungen.
Die Fertigung erfolgt in Europa in einem auf Plattenspieler spezialisierten Werk. Der Fokus liegt auf langlebigen mechanischen Komponenten, einer sauberen Verarbeitung und der Möglichkeit, Verschleißteile wie Riemen und Abtastnadel bei Bedarf auszutauschen.
Pro-Ject T2 Super Phono bei Schüring High End
Der Pro-Ject T2 Super Phono ist eine vielseitige Lösung für Musikliebhaber, die eine unkomplizierte Verbindung mit modernen Verstärkern oder Aktivlautsprechern wünschen, dabei aber nicht auf eine hochwertige mechanische Konstruktion verzichten möchten.
Seine abschaltbare Phonostufe bietet einen einfachen Einstieg und hält gleichzeitig den Weg für spätere Veränderungen offen. Der Sumiko Rainier, der massive Glasteller und der einteilige 9-Zoll-Tonarm bilden ein abgestimmtes Gesamtpaket für die analoge Musikwiedergabe.
Schüring High End berät Sie telefonisch und persönlich zur Einbindung des Pro-Ject T2 Super Phono in Ihre vorhandene Anlage. Wir unterstützen Sie außerdem bei Fragen zu passenden Anschlüssen, externen Phonovorstufen und möglichen Tonabnehmer-Upgrades.


