Beschreibung
Pro-Ject Automat Line A1.2 – vollautomatischer Plattenspieler mit audiophilem Anspruch
Der Pro-Ject Automat Line A1.2 verbindet den Bedienkomfort eines vollautomatischen Plattenspielers mit den klanglichen Grundsätzen klassischer Pro-Ject-Laufwerke. Nach dem Betätigen der Starttaste wird der Tonarm automatisch zur Einlaufrille bewegt und kontrolliert auf die Schallplatte abgesenkt. Am Ende der Plattenseite hebt ihn die Mechanik wieder an und führt ihn in seine Ausgangsposition zurück.
Während der Wiedergabe wird die vollständig mechanische Automatik entkoppelt. Sie bleibt damit nach Angaben des Herstellers außerhalb des eigentlichen Abspielvorgangs und soll die Wiedergabequalität nicht beeinträchtigen. Dieses Konstruktionsprinzip unterscheidet den Pro-Ject Automat Line A1.2 von einfachen Automatikplattenspielern, bei denen Teile des Mechanismus während der gesamten Wiedergabe mit dem Tonarm verbunden bleiben.
Die zweite Generation wurde gegenüber dem ursprünglichen A1 gezielt weiterentwickelt. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören der überarbeitete Antrieb und ein neuer Plattenteller aus bedämpftem Aluminiumdruckguss. Hinzu kommen ein ultraleichter Aluminiumtonarm, der vormontierte Ortofon OM10 Tonabnehmer und ein integrierter, abschaltbarer Phono-Vorverstärker. Die Automatik wird in Deutschland gefertigt, während die Endmontage des Plattenspielers in Tschechien erfolgt. Grundlage sind die aktuellen Angaben von Pro-Ject Audio Systems.
Vollautomatischer Start und Stopp
Die Bedienung des Pro-Ject Automat Line A1.2 ist besonders unkompliziert. Nach dem Auflegen einer Schallplatte genügt das Betätigen der Startfunktion. Die mechanische Automatik setzt sich in Bewegung, führt den Tonarm zur Einlaufrille und senkt die Nadel kontrolliert ab.
Sobald die Wiedergabe begonnen hat, wird der Automatikmechanismus vollständig entkoppelt. Der Tonarm kann sich während des Abspielens frei bewegen und der Tonabnehmer folgt den Auslenkungen der Schallplattenrille. Die Automatik greift erst am Ende der Plattenseite wieder ein.
Nach Erreichen der Auslaufrille hebt der Pro-Ject Automat Line A1.2 den Tonarm selbstständig an und führt ihn zurück zur Tonarmablage. Der Antrieb wird anschließend abgeschaltet. Die Nadel bleibt dadurch nicht unnötig lange in der Auslaufrille, wenn der Hörer nicht unmittelbar zum Plattenspieler zurückkehrt.
Neben dem vollautomatischen Betrieb kann der Tonarm auch manuell bedient werden. Dadurch lässt sich beispielsweise ein bestimmtes Musikstück direkt anwählen. Der Plattenspieler eignet sich somit für Anwender, die den Komfort einer Automatik wünschen, aber nicht auf die Möglichkeit einer klassischen manuellen Bedienung verzichten möchten.
Mechanische Automatik aus deutscher Fertigung
Die automatische Steuerung des Pro-Ject Automat Line A1.2 wird in Deutschland von einem traditionsreichen Spezialbetrieb gefertigt, der über langjährige Erfahrung mit vollautomatischen Plattenspielern verfügt.
Pro-Ject setzt bewusst auf eine vollständig mechanische Lösung. Für die Bewegung des Tonarms und die Endabschaltung ist keine komplexe elektronische Steuerung erforderlich. Die Automatik wird nur während des Start- und Stoppvorgangs aktiviert und anschließend mechanisch vom Tonarm getrennt.
Die Endmontage erfolgt in Tschechien durch erfahrene Techniker. Damit verbindet der Pro-Ject Automat Line A1.2 die spezialisierte deutsche Fertigung des Automatikmechanismus mit der langjährigen Plattenspielerproduktion von Pro-Ject in der Europäischen Union.
Plug-and-Play mit werkseitiger Einstellung
Der Pro-Ject Automat Line A1.2 wird nahezu vollständig vorbereitet ausgeliefert. Der Ortofon OM10 Tonabnehmer ist bereits montiert und passend zum Tonarm justiert. Auch Auflagekraft und Antiskating werden im Werk eingestellt.
Dadurch müssen vor der ersten Wiedergabe keine komplizierten Justagearbeiten vorgenommen werden. Der Plattenspieler ist nach dem Einsetzen der vorgesehenen Komponenten und dem Herstellen der Anschlüsse innerhalb kurzer Zeit betriebsbereit.
Die werkseitige Einstellung reduziert typische Fehler bei der Einrichtung eines Plattenspielers. Eine falsche Auflagekraft kann sowohl die Abtastung als auch den Verschleiß von Nadel und Schallplatte beeinflussen. Beim Pro-Ject Automat Line A1.2 sind Tonarm und Tonabnehmer bereits als zusammengehörige Kombination vorbereitet.
Das macht das Modell sowohl für Vinyl-Einsteiger als auch für erfahrene Musikliebhaber interessant, die einen komfortablen Plattenspieler für ihre Haupt- oder Zweitanlage suchen.
Ortofon OM10 Moving-Magnet-Tonabnehmer
Als Tonabnehmer verwendet der Pro-Ject Automat Line A1.2 einen Ortofon OM10. Das Moving-Magnet-System ist auf den ultraleichten Tonarm abgestimmt und wird bereits im Werk montiert.
Der Ortofon OM10 besitzt einen elliptisch geschliffenen Diamanten. Gegenüber einem einfachen konischen Schliff kann eine elliptische Nadel den seitlichen Modulationen der Schallplattenrille genauer folgen. Dadurch unterstützt sie eine differenzierte Wiedergabe feiner Details.
Die OM-Baureihe wurde für Tonarme mit niedriger effektiver Masse entwickelt und passt damit zum Konstruktionsprinzip des Pro-Ject Automat Line A1.2. Die Kombination soll eine schnelle Reaktion auf musikalische Impulse sowie eine präzise Wiedergabe von Transienten und kleinen dynamischen Abstufungen ermöglichen.
Der Nadeleinschub lässt sich bei Verschleiß austauschen. Der vollständige Tonabnehmer muss dafür nicht demontiert und neu ausgerichtet werden. Innerhalb der kompatiblen Ortofon-OM-Serie sind zudem weiterführende Nadeleinschübe erhältlich, wodurch sich eine spätere Aufwertung ohne einen vollständigen Systemwechsel realisieren lässt.
Ultraleichter Aluminiumtonarm
Der Pro-Ject Automat Line A1.2 verwendet einen ultraleichten, 8,3 Zoll langen Aluminiumtonarm. Seine geringe bewegte Masse ist gezielt auf die Eigenschaften des Ortofon OM10 abgestimmt.
Ein leichter Tonarm kann Richtungsänderungen der Schallplattenrille besonders schnell nachvollziehen. In Verbindung mit dem passenden Tonabnehmer unterstützt dies eine kontrollierte Darstellung von Impulsen, feinen Details und Mikrodynamik.
Auflagekraft und Antiskating sind ab Werk voreingestellt. Dadurch wird der Tonabnehmer unter den vom Hersteller vorgesehenen Bedingungen betrieben. Der Anwender muss das Gegengewicht nicht selbst ausbalancieren oder die passende Antiskating-Kraft bestimmen.
Während der Wiedergabe ist der Tonarm vom automatischen Antrieb entkoppelt. Diese Trennung ist entscheidend für das Konzept des Pro-Ject Automat Line A1.2: Komfort beim Starten und Beenden einer Plattenseite, aber möglichst wenig mechanischer Einfluss während des eigentlichen Abspielvorgangs.
Neuer Plattenteller aus Aluminiumdruckguss
Eine zentrale Weiterentwicklung gegenüber dem ursprünglichen A1 ist der neue Plattenteller. Beim Pro-Ject Automat Line A1.2 besteht er aus bedämpftem Aluminiumdruckguss.
Der Teller wird CNC-bearbeitet und anschließend präzise ausgewuchtet. Eine möglichst gleichmäßige Gewichtsverteilung unterstützt eine ruhige Rotation und vermeidet unnötige mechanische Unwuchten.
Aluminium bietet eine hohe Stabilität und bildet eine belastbare Auflagefläche für die Schallplatte. Die zusätzliche Bedämpfung reduziert unerwünschte Eigenresonanzen des Materials.
Auf dem Plattenteller liegt die mitgelieferte Filzmatte. Sie bildet den direkten Kontakt zur Schallplatte und schützt deren Oberfläche. Gemeinsam mit dem überarbeiteten Antrieb schafft der Aluminiumteller eine stabile mechanische Grundlage für die Abtastung.
Riemenantrieb und elektronische Geschwindigkeitswahl
Der Pro-Ject Automat Line A1.2 arbeitet mit einem Riemenantrieb. Der Motor überträgt seine Kraft über einen Antriebsriemen auf den Plattenteller und bleibt dadurch mechanisch von der eigentlichen Abtastung getrennt.
Die beiden gebräuchlichen Wiedergabegeschwindigkeiten 33 und 45 Umdrehungen pro Minute können elektronisch ausgewählt werden. Ein manuelles Umlegen des Riemens ist nicht erforderlich.
Langspielplatten und Singles lassen sich dadurch komfortabel abwechselnd abspielen. Ein Adapter für 7-Zoll-Singles mit großer Mittelöffnung gehört zum Lieferumfang.
Der überarbeitete Antrieb gehört neben dem Aluminiumteller zu den wesentlichen Veränderungen der zweiten Modellgeneration. Er wurde auf einen zuverlässigen vollautomatischen Betrieb und eine gleichmäßige Wiedergabe ausgelegt.
Integrierter und abschaltbarer Phono-Vorverstärker
Ein Tonabnehmer erzeugt nur ein sehr schwaches elektrisches Signal, das verstärkt und entsprechend der RIAA-Kennlinie entzerrt werden muss. Der Pro-Ject Automat Line A1.2 besitzt dafür einen eingebauten Phono-Vorverstärker.
Mit aktivierter Phonostufe kann der Plattenspieler direkt an einen gewöhnlichen Line-, AUX- oder CD-Eingang angeschlossen werden. Auch geeignete Aktivlautsprecher mit analogem Eingang lassen sich ohne separates Phonogerät verwenden.
Wenn der vorhandene Verstärker bereits einen hochwertigen MM-Phonoeingang besitzt, kann die interne Vorstufe abgeschaltet werden. Das ursprüngliche Phonosignal wird dann an den Phonoeingang des Verstärkers oder an eine externe Phonovorstufe weitergegeben.
Durch diese Umschaltmöglichkeit bleibt der Pro-Ject Automat Line A1.2 flexibel. Er kann unmittelbar in einer einfach aufgebauten Anlage eingesetzt und später mit einer separaten Phonovorstufe kombiniert werden.
Connect it E Phonokabel
Für die Verbindung mit dem Verstärker liefert Pro-Ject ein Connect it E RCA-Phonokabel mit. Dabei handelt es sich um ein niederkapazitives, halbsymmetrisch aufgebautes Kabel mit wirkungsvoller Schirmung.
Eine niedrige Kapazität ist insbesondere bei Moving-Magnet-Tonabnehmern wichtig, da die elektrische Belastung die Wiedergabe im Hochtonbereich beeinflussen kann. Die Schirmung schützt das empfindliche Phonosignal vor äußeren Störeinflüssen.
Das mitgelieferte Kabel ist auf die Nutzung zwischen Plattenspieler und Verstärker beziehungsweise Phonovorstufe ausgelegt. Ein zusätzliches Verbindungskabel muss für die normale Inbetriebnahme nicht separat erworben werden.
Staubschutzhaube und Zubehör
Eine transparente Staubschutzhaube gehört zum Lieferumfang des Pro-Ject Automat Line A1.2. Sie schützt Plattenteller, Tonarm und Tonabnehmer bei Nichtgebrauch vor Staub und unbeabsichtigten Berührungen.
Zusätzlich werden eine Filzmatte, ein Adapter für 7-Zoll-Singles, das Connect it E Phonokabel und das passende Netzteil mitgeliefert. Der vormontierte Ortofon OM10 sowie die werkseitige Einstellung ermöglichen eine schnelle Inbetriebnahme.
Während der Wiedergabe kann die Staubschutzhaube je nach Aufstellung geöffnet bleiben oder vollständig abgenommen werden. Nach dem Hören schützt sie die empfindlichen Komponenten des Laufwerks.
Pro-Ject Automat Line A1.2 bei Schüring High End
Der Pro-Ject Automat Line A1.2 eignet sich für Musikliebhaber, die den Komfort eines vollautomatischen Plattenspielers mit einer sorgfältig entwickelten mechanischen Konstruktion verbinden möchten. Der automatische Start, die Tonarmrückführung und die Endabschaltung erleichtern die tägliche Bedienung erheblich.
Während der Wiedergabe wird die mechanische Automatik vollständig entkoppelt. Der ultraleichte Aluminiumtonarm und der Ortofon OM10 können dadurch unabhängig vom Start- und Stoppmechanismus arbeiten. Der neue Aluminium-Plattenteller, der überarbeitete Antrieb und der abschaltbare Phono-Vorverstärker vervollständigen die vielseitige Ausstattung.
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