Beschreibung
iFi Audio Micro iPhono3 als vielseitiger MM/MC-Phonovorverstärker
Der iFi Audio Micro iPhono3 ist ein besonders flexibel einstellbarer Phonovorverstärker für anspruchsvolle Plattenspieler und hochwertige MM- sowie MC-Tonabnehmer. Die Black-Label-Ausführung kombiniert eine rauscharme Schaltung mit zahlreichen Möglichkeiten zur Anpassung von Verstärkung, Abschlusswiderstand, Kapazität und Entzerrung.
Mit seinem mattierten schwarzen Gehäuse bleibt das Gerät äußerlich angenehm zurückhaltend. Im Inneren arbeitet jedoch eine aufwendige Phonostufe, die wesentliche Technologien des deutlich größeren AMR PH-77 übernimmt. Der iFi Audio Micro iPhono3 richtet sich damit an Vinylhörer, die ihren Tonabnehmer möglichst präzise anpassen möchten, ohne dafür einen großen Phonovorverstärker einsetzen zu müssen.
Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet das Gerät eine sehr hohe Flexibilität. Dadurch eignet es sich nicht nur für ein bestimmtes Tonabnehmersystem, sondern kann auch bei einem späteren Wechsel des Tonabnehmers weiterverwendet und neu konfiguriert werden.
Von der AMR-Referenzphonostufe abgeleitete Technik
Als technisches Vorbild des iFi Audio Micro iPhono3 dient der AMR PH-77. Dieser aufwendig konstruierte Phonovorverstärker wurde insbesondere durch seine umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten und zahlreichen Entzerrungskurven bekannt.
Für die kompakte iFi-Phonostufe wurden zentrale Schaltungsideen dieser Referenzlösung übernommen. Dazu gehören die präzise Anpassung an MM- und MC-Tonabnehmer, unterschiedliche Entzerrungskurven sowie die von AMR entwickelten TubeState- und DirectDrive-Servoless-Schaltungen.
Der iFi Audio Micro iPhono3 ist damit nicht einfach nur eine verkleinerte Phonostufe. Die Konstruktion wurde gezielt darauf ausgelegt, sehr kleine Tonabnehmersignale rauscharm zu verstärken und dabei einen großen Dynamikbereich zu erhalten. Nach Angaben von iFi Audio erreicht das Gerät einen Dynamikumfang von 108 dB. Die vollständigen Angaben stellt der Hersteller in seinen offiziellen Produktinformationen zum Micro iPhono3 Black Label bereit.
Präzise Anpassung an MM- und MC-Tonabnehmer
Kein Tonabnehmer arbeitet unter exakt denselben elektrischen Bedingungen. MM- und MC-Systeme unterscheiden sich bei Ausgangsspannung, Innenwiderstand, Induktivität und empfohlener Abschlusskapazität teilweise erheblich. Eine Phonostufe mit festen Einstellungen kann deshalb nicht jedes System optimal unterstützen.
Der iFi Audio Micro iPhono3 bietet einen einstellbaren Verstärkungsbereich von 36 bis 72 dB. Dadurch lassen sich sowohl klassische MM-Systeme mit vergleichsweise hoher Ausgangsspannung als auch sehr leise Low-Output-MC-Tonabnehmer betreiben.
Die Auswahl der Verstärkung erfolgt über Schalter auf der Unterseite des Gehäuses. Auf diese Weise kann die Phonostufe an die Ausgangsspannung des verwendeten Tonabnehmers angepasst werden. Eine zu niedrige Verstärkung würde eine unnötig geringe Ausgangsspannung erzeugen, während eine übermäßig hohe Einstellung den verfügbaren Übersteuerungsspielraum reduzieren könnte.
Zusätzlich stehen verschiedene Abschlusswerte zur Verfügung. Für MM-Tonabnehmer lässt sich die Kapazität im Bereich von 100 bis 500 pF konfigurieren. Bei MC-Systemen kann der Abschlusswiderstand zwischen 22 Ohm und 47 Kiloohm gewählt werden. Insgesamt bietet der iFi Audio Micro iPhono3 13 unterschiedliche Anpassungsoptionen für MM- und MC-Tonabnehmer.
Tonabnehmer korrekt laden und abstimmen
Die richtige elektrische Anpassung beeinflusst die Wiedergabe eines Tonabnehmers unmittelbar. Bei MM-Systemen spielt vor allem die gesamte Kapazität aus Tonarmverkabelung, Phonokabel und Eingang der Phonovorstufe eine wichtige Rolle. Eine unpassende Kapazität kann den Frequenzgang im Hochtonbereich verändern.
Bei MC-Tonabnehmern steht hingegen der Abschlusswiderstand im Vordergrund. Ein sehr niedriger Wert kann die Wiedergabe stärker bedämpfen, während eine höhere Impedanz häufig offener wirkt. Welche Einstellung optimal ist, hängt vom jeweiligen Tonabnehmer und von den Empfehlungen seines Herstellers ab.
Der iFi Audio Micro iPhono3 ermöglicht es, diese Werte gezielt einzustellen und anschließend im eigenen System fein abzugleichen. Als Ausgangspunkt können die Angaben im Datenblatt des Tonabnehmers verwendet werden. Der Hersteller stellt ergänzend einen iPhono-Rechner zur Ermittlung geeigneter Einstellungen bereit.
Sind Verstärkung und Abschluss einmal korrekt gewählt, müssen die Schalter im täglichen Betrieb nicht mehr verändert werden. Dadurch lässt sich die Phonostufe nach der Einrichtung komfortabel verwenden.
Sechs Entzerrungskurven für unterschiedliche Schallplatten
Moderne Schallplatten werden üblicherweise nach der RIAA-Kennlinie entzerrt. Vor der allgemeinen Durchsetzung dieses Standards nutzten verschiedene Plattenfirmen jedoch eigene Entzerrungskurven. Werden entsprechende ältere Pressungen ausschließlich über eine RIAA-Entzerrung abgespielt, können sich Abweichungen in der tonalen Balance ergeben.
Der iFi Audio Micro iPhono3 übernimmt sechs häufig benötigte Stereo-Entzerrungsvarianten aus dem Konzept des AMR PH-77. Über einen Schalter können die grundlegenden Kennlinien RIAA, Columbia und Decca gewählt werden.
Ergänzend stehen verschiedene RIAA-Ausführungen zur Verfügung. Dazu gehört eine Variante mit IEC-Subsonic-Filter, die sehr tieffrequente Störungen durch verwellte Schallplatten oder mechanische Bewegungen reduzieren kann. Eine erweiterte eRIAA-Kennlinie berücksichtigt zusätzlich das Verhalten im obersten Frequenzbereich. Außerdem kann eRIAA mit dem IEC-Filter kombiniert werden.
Diese Auswahl macht den iFi Audio Micro iPhono3 besonders interessant für umfangreiche Plattensammlungen, in denen sich neben modernen Veröffentlichungen auch ältere Pressungen unterschiedlicher Labels befinden.
Rauscharme Verstärkung kleinster Phonosignale
Ein Low-Output-MC-Tonabnehmer liefert teilweise nur wenige Zehntel Millivolt. Das Signal muss deshalb sehr stark verstärkt werden, bevor es an einen Hochpegeleingang des Verstärkers weitergegeben werden kann. Dabei können auch Rauschen, Brummen und andere Störungen deutlich angehoben werden.
Für den iFi Audio Micro iPhono3 verwendet der Hersteller computergestützte, aufeinander abgestimmte Operationsverstärker, bipolare Ausgangstransistoren mit hoher Verstärkung und ausgewählte Kondensatoren von Nichicon. Ergänzt werden diese Bauteile durch Komponenten von Burr-Brown und TDK.
Die sorgfältige Auswahl und Abstimmung der Bauteile unterstützt einen niedrigen Geräuschpegel. Dadurch sollen feine Rauminformationen, leise Ausklangphasen und kleine dynamische Abstufungen erhalten bleiben. Der angegebene Gesamtklirrfaktor liegt unter 0,005 Prozent.
Die hohe Transparenz des iFi Audio Micro iPhono3 entsteht somit nicht durch eine künstliche Betonung des Hochtonbereichs. Vielmehr soll die Phonostufe möglichst wenig Eigenklang hinzufügen und die klanglichen Eigenschaften von Tonabnehmer, Laufwerk und Aufnahme nachvollziehbar wiedergeben.
Class-A TubeState und DirectDrive Servoless
Unter dem kompakten Gehäuse arbeitet eine Class-A-Schaltung mit der von AMR entwickelten TubeState-Technologie. Das Konzept soll ausgewählte Eigenschaften klassischer Röhrenschaltungen mit der Kontrolle und Rauscharmut moderner Halbleiterschaltungen verbinden.
Ergänzend verwendet der iFi Audio Micro iPhono3 eine DirectDrive-Servoless-Ausgangsschaltung. Der Signalweg kommt dabei ohne konventionelle Koppelkondensatoren am Ausgang aus. Ziel ist eine möglichst direkte Signalübertragung mit geringer Phasenverschiebung und hoher Transparenz.
Diese Schaltungsprinzipien unterstützen eine natürliche und dynamisch offene Wiedergabe. Stimmen und Instrumente sollen körperhaft erscheinen, während schnelle Impulse und komplexe musikalische Passagen kontrolliert wiedergegeben werden.
Großer Dynamikbereich für anspruchsvolle Aufnahmen
Schallplatten können erhebliche Pegelspitzen enthalten. Besonders dynamische Orchesteraufnahmen stellen hohe Anforderungen an den Übersteuerungsspielraum einer Phonostufe. Wird dieser zu knapp bemessen, können kräftige Impulse komprimiert oder verzerrt erscheinen.
Mit seinem Dynamikbereich von 108 dB ist der iFi Audio Micro iPhono3 auf anspruchsvolle Aufnahmen und hohe Signalspitzen vorbereitet. Auch bekannte Testplatten wie Tschaikowskis Ouvertüre 1812 mit ihren extremen Dynamiksprüngen sollen ohne vorschnelle Begrenzung wiedergegeben werden können.
Davon profitieren nicht nur spektakuläre Orchesteraufnahmen. Ein großzügiger Dynamikbereich vermittelt auch bei Jazz, Rock und akustischer Musik mehr Ruhe, da normale Signalspitzen mit größerem Abstand zu den Grenzen der Schaltung verarbeitet werden.
iPower X für eine saubere Stromversorgung
Der iFi Audio Micro iPhono3 wird mit dem iFi iPower X ausgeliefert. Dieses externe Netzteil wurde für eine möglichst störungsarme Gleichspannungsversorgung entwickelt.
Gerade bei einer Phonostufe ist die Qualität der Stromversorgung besonders relevant. Netzstörungen und hochfrequente Einstreuungen können sich bei der starken Verstärkung kleiner Tonabnehmersignale als Rauschen oder Brummen bemerkbar machen.
Die Kombination aus dem iPhono3 Black Label und dem iPower X schafft eine kontrollierte Grundlage für die analoge Signalverarbeitung. Zugleich bleibt das eigentliche Gerät kompakt, weil das Netzteil außerhalb des Gehäuses untergebracht ist.
iFi Audio Micro iPhono3 bei Schüring High End
Der iFi Audio Micro iPhono3 eignet sich für Vinylhörer, die ihren MM- oder MC-Tonabnehmer präzise an eine flexible und rauscharme Phonostufe anpassen möchten. Der große Verstärkungsbereich, 13 Ladeoptionen, sechs Entzerrungskurven und die aus dem AMR PH-77 abgeleiteten Schaltungstechnologien machen ihn zu einer vielseitigen Lösung für anspruchsvolle Analogsysteme.
Bei Schüring High End beraten wir Sie zur passenden Verstärkung, Eingangsimpedanz und Kapazität für Ihren Tonabnehmer. Dabei berücksichtigen wir auch die Verkabelung des Tonarms und die elektrischen Empfehlungen des Tonabnehmerherstellers.
Vereinbaren Sie Ihren persönlichen Hörtermin oder lassen Sie sich individuell beraten. Sie erreichen uns telefonisch unter 040 71097635 oder per E-Mail an mail@schuering-highend.de.

