Beschreibung
CANOR Virtus S1S – Dual-Mono-Referenzendstufe mit 2 × 400 Watt
Der CANOR Virtus S1S ist eine leistungsstarke Transistor-Stereo-Endstufe aus der Reference Line des slowakischen Herstellers. Seine konsequente Dual-Mono-Architektur, die lineare Stromversorgung und eine Ausgangsleistung von 2 × 400 Watt an 4 Ohm schaffen die Grundlage für die kontrollierte Ansteuerung anspruchsvoller Lautsprecher.
Die Endstufe arbeitet grundsätzlich in Class AB, gibt die ersten Watt jedoch im reinen Class-A-Betrieb ab. Dadurch verbindet der CANOR Virtus S1S die feine und besonders lineare Signalverarbeitung von Class A mit den hohen Leistungsreserven einer kraftvollen Class-AB-Ausgangsstufe.
Fünf selektierte Leistungstransistorpaare pro Kanal, eine Filterkapazität von jeweils 107.600 Mikrofarad und eine außergewöhnlich niedrige harmonische Verzerrung unterstreichen den konstruktiven Aufwand. Spezialisierte Schaltungen zur lokalen Fehlerkorrektur linearisieren die einzelnen Verstärkerstufen, ohne sich ausschließlich auf eine starke globale Gegenkopplung zu verlassen.
Dual-Mono-Aufbau für unabhängige Stereokanäle
Der CANOR Virtus S1S ist intern als vollständige Dual-Mono-Endstufe aufgebaut. Linker und rechter Kanal besitzen voneinander getrennte Verstärker- und Versorgungsbereiche.
Diese Architektur reduziert gegenseitige elektrische Beeinflussungen und minimiert das Übersprechen zwischen den Kanälen. Dynamische Anforderungen auf einer Seite sollen die Energieversorgung des jeweils anderen Kanals möglichst wenig beeinflussen.
Davon profitiert insbesondere die räumliche Darstellung. Stimmen und Instrumente können klar innerhalb der Bühne positioniert werden, während komplexe Aufnahmen ihre räumliche Ordnung behalten. Auch bei kräftigen Impulsen bleibt die Abbildung stabil, weil beiden Kanälen eigenständige Reserven zur Verfügung stehen.
Der Dual-Mono-Aufbau ist beim CANOR Virtus S1S nicht nur als theoretisches Schaltungsprinzip umgesetzt. Stromversorgung, Filterkapazitäten, Signalwege und Ausgangsstufen wurden konsequent kanalgetrennt angelegt.
2 × 250 Watt an 8 Ohm und 2 × 400 Watt an 4 Ohm
An Lautsprechern mit einer Impedanz von 8 Ohm stellt der CANOR Virtus S1S eine Ausgangsleistung von 2 × 250 Watt bereit. An 4 Ohm steigt die Leistung auf 2 × 400 Watt.
Diese Leistungsentwicklung zeigt die hohe Stromlieferfähigkeit der Endstufe. Sie eignet sich damit auch für Lautsprecher, deren Impedanz im Frequenzverlauf deutlich absinkt oder die für eine kontrollierte Wiedergabe größere Leistungsreserven benötigen.
Hohe Ausgangsleistung dient nicht ausschließlich der maximal erreichbaren Lautstärke. Sie schafft ebenfalls Reserven für kurze dynamische Spitzen, die bei Musikaufnahmen erheblich über dem durchschnittlichen Pegel liegen können. Der Verstärker muss solche Impulse verarbeiten, ohne zu komprimieren oder seine Kontrolle über die Lautsprechermembranen zu verlieren.
Der CANOR Virtus S1S richtet sich deshalb an hochwertige Kompakt- und Standlautsprecher, bei denen Stromlieferfähigkeit, Kontrolle und dynamische Stabilität gleichermaßen gefragt sind.
Class-AB-Leistung mit den ersten Watt in Class A
Im normalen Betrieb arbeitet der CANOR Virtus S1S in Class AB. Die ersten Watt werden jedoch im reinen Class-A-Bereich bereitgestellt.
Bei niedrigen und moderaten Hörpegeln bleibt die Ausgangsstufe damit in einem besonders linearen Arbeitsbereich. Beide Bereiche der Verstärkerschaltung sind kontinuierlich aktiv, wodurch klassische Übernahmeverzerrungen vermieden werden.
Steigt der Leistungsbedarf, geht der Verstärker kontrolliert in den Class-AB-Betrieb über. Dadurch stehen wesentlich höhere Reserven bereit, ohne dass die Endstufe permanent die hohe Verlustleistung eines vollständig bis zur Nennleistung in Class A arbeitenden Verstärkers erzeugen muss.
Diese Auslegung verbindet eine feine Kleinsignalverarbeitung mit hoher Alltagstauglichkeit. Leise Passagen und normale Hörlautstärken profitieren vom Class-A-Arbeitspunkt, während große Dynamiksprünge von der kraftvollen Class-AB-Ausgangsstufe übernommen werden.
Fünf selektierte Transistorpaare pro Kanal
In der Ausgangsstufe des CANOR Virtus S1S arbeiten fünf aufeinander abgestimmte Leistungstransistorpaare pro Kanal. Die elektrische Last wird dadurch auf mehrere Bauteile verteilt.
Selektierte Transistoren mit möglichst ähnlichen Eigenschaften tragen zu einer gleichmäßigen Stromverteilung innerhalb der Ausgangsstufe bei. Kein einzelner Leistungshalbleiter muss die gesamte Belastung übernehmen.
Die großzügige Bestückung verbessert die thermische Stabilität und schafft hohe Stromreserven. Besonders bei Lautsprechern mit niedriger oder stark schwankender Impedanz ist eine kontrollierte Verteilung der Ausgangsströme von Bedeutung.
Entscheidend ist dabei nicht allein die Anzahl der Transistoren. Ihre Ansteuerung, thermische Kopplung und Versorgung müssen als geschlossenes System entwickelt werden. CANOR verbindet die Ausgangsbestückung deshalb mit einer speziellen Wärmeableitung und einer besonders leistungsfähigen Dual-Mono-Stromversorgung.
Lokale Fehlerkorrektur für niedrige Verzerrungen
Ein charakteristisches Entwicklungsmerkmal des CANOR Virtus S1S ist seine sogenannte Error Correction Technology. Spezialisierte lokale Rückkopplungsschaltungen linearisieren einzelne Verstärkerstufen gezielt.
Statt entstandene Verzerrungen erst über eine starke globale Gegenkopplung am Ausgang zu korrigieren, setzt die Schaltung direkt an den jeweiligen Entstehungsbereichen an. Transiente Abweichungen sollen dadurch frühzeitig reduziert werden.
Dieses Vorgehen ermöglicht eine geringere übergreifende Gegenkopplung als bei einer Konstruktion ohne lokale Fehlerkorrektur. CANOR möchte damit niedrige Messwerte und hohe Stabilität erreichen, ohne die zeitliche Struktur des Signals unnötig durch eine sehr weit gefasste Korrekturschleife zu beeinflussen.
Der CANOR Virtus S1S erreicht eine harmonische Gesamtverzerrung von weniger als 0,00025 Prozent bei 1 kHz und 5 Watt. Dieser außergewöhnlich niedrige Wert zeigt, wie präzise die einzelnen Verstärkerbereiche aufeinander abgestimmt wurden.
Lineare Stromversorgung mit hoher Filterkapazität
Der CANOR Virtus S1S verwendet eine aufwendig dimensionierte lineare Stromversorgung. Pro Kanal stehen Filterkondensatoren mit einer Gesamtkapazität von 107.600 Mikrofarad bei 100 Volt zur Verfügung.
Diese Energiespeicher glätten die Versorgungsspannung hinter der Gleichrichtung und stellen kurzfristig hohe Ströme für dynamische Musiksignale bereit. Insgesamt besitzt die Endstufe damit eine Filterkapazität von 215.200 Mikrofarad.
Die hohe Kapazität unterstützt insbesondere die kontrollierte Wiedergabe tiefer Frequenzen und kräftiger Impulse. Der Verstärker kann kurzfristige Energieanforderungen aus seinen Speichern bedienen, ohne ausschließlich auf die unmittelbare Nachlieferung aus dem Stromnetz angewiesen zu sein.
Der Aufwand innerhalb der linearen Versorgung trägt außerdem zum Signal-Rausch-Abstand von mehr als 120 dB bei. Dieser niedrige Störpegel schafft die Voraussetzung dafür, dass auch sehr leise Details und räumliche Informationen nicht von Netzteilgeräuschen überlagert werden.
Kupferplatten für Wärmeableitung und Stromführung
CANOR verwendet beim Virtus S1S ein ungewöhnliches Konzept zur thermischen Anbindung der Leistungstransistoren. Die Ausgangstransistoren werden direkt auf massive Kupferplatten montiert.
Kupfer besitzt eine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit. Die entstehende Wärme kann deshalb schnell von den Transistoren aufgenommen und an die nachfolgenden Kühlflächen weitergegeben werden. Gleichmäßigere Arbeitstemperaturen verbessern die Stabilität und können die Lebensdauer der Bauteile unterstützen.
Die Kupferplatten übernehmen zusätzlich einen Teil der elektrischen Stromführung. Sie verbinden die Hochkapazitätskondensatoren mit den aktiven Ausgangsbauteilen und reduzieren dadurch Widerstände innerhalb der leistungsführenden Pfade.
Kurze, niederohmige Verbindungen unterstützen eine direkte Übertragung dynamischer Energiespitzen vom Netzteil zur Ausgangsstufe. Gleichzeitig wird die Ausgangsimpedanz des Verstärkers reduziert, was die Kontrolle über die angeschlossenen Lautsprecher verbessert.
Mechanische Trennung von Signal und Stromversorgung
Die leistungsführenden Bereiche und die empfindlichen Signalstufen des CANOR Virtus S1S sind innerhalb des Gehäuses mechanisch voneinander separiert. Massive Aluminiumstreben mit einer Stärke von 10 Millimetern gliedern den Innenraum.
Diese Konstruktion reduziert elektromagnetische und mechanische Wechselwirkungen zwischen Netzteil, Ausgangsstufe und Eingangsschaltung. Hohe Ströme in der Energieversorgung sollen die empfindlicheren Bereiche der Spannungsverstärkung möglichst wenig beeinflussen.
Das Gehäuse selbst besteht aus massivem Aluminium und besitzt eine entsprechend hohe mechanische Stabilität. Mit einem Gewicht von 39 Kilogramm gehört der CANOR Virtus S1S zu den substanziell aufgebauten Stereo-Endstufen seiner Leistungsklasse.
Für die Aufstellung ist ein ausreichend tiefes und belastbares HiFi-Rack erforderlich. Gleichzeitig muss genügend Freiraum für die Wärmeableitung vorhanden sein, da bereits die ersten Watt im Class-A-Betrieb erzeugt werden.
Symmetrische und unsymmetrische Eingänge
Der CANOR Virtus S1S bietet sowohl einen symmetrischen XLR-Eingang als auch einen unsymmetrischen RCA-Anschluss. Dadurch lässt er sich mit unterschiedlichen Vorverstärkern kombinieren.
Über XLR beträgt die Verstärkung 26 dB und die Eingangsimpedanz 200 kOhm. Der RCA-Eingang arbeitet mit 20 dB Verstärkung und einer Eingangsimpedanz von 33 kOhm.
Die unterschiedlichen Verstärkungswerte sollten bei der Systemzusammenstellung berücksichtigt werden. Über XLR wird für die gleiche Ausgangsleistung eine geringere Eingangsspannung benötigt als über RCA.
Bei einer vollständig symmetrisch konstruierten Vorstufe und längeren Kabelwegen bietet sich die XLR-Verbindung an. RCA bleibt eine hochwertige Alternative für unsymmetrisch aufgebaute Vorverstärker oder kurze Verbindungsstrecken.
Außergewöhnlich breitbandige Signalverarbeitung
Im hörbaren Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz beträgt die Abweichung bei 5 Watt lediglich −0,1 dB. Der erweiterte Frequenzbereich reicht bei einer Absenkung von 3 dB von 5 Hz bis 250 kHz.
Diese große Bandbreite ist nicht dafür vorgesehen, unhörbare Frequenzen bewusst wiederzugeben. Sie sorgt vielmehr dafür, dass die eigentliche Audioübertragung deutlich innerhalb der technischen Grenzbereiche liegt.
Dadurch lassen sich Phasenverschiebungen und Pegelabweichungen im hörbaren Bereich reduzieren. Gleichzeitig stellt die breitbandige Konstruktion hohe Anforderungen an die Stabilität der Verstärkerschaltung, insbesondere bei komplexen Lautsprecherlasten.
Die lokale Fehlerkorrektur und die sorgfältige Auslegung der einzelnen Stufen tragen dazu bei, diese Bandbreite mit niedrigen Verzerrungen zu verbinden.
Klangcharakter mit Kontrolle und räumlicher Präzision
Der CANOR Virtus S1S ist auf eine neutrale, kontrollierte und zugleich musikalisch geschlossene Wiedergabe ausgerichtet. Seine hohen Leistungsreserven verleihen dem Tieftonbereich Autorität und klare Konturen.
Bassimpulse werden nicht lediglich mit Volumen dargestellt, sondern in ihrem zeitlichen Verlauf präzise kontrolliert. Auch bei komplexen Musikpassagen soll der Tiefton nicht aufweichen oder die mittleren Frequenzen überdecken.
Stimmen und Instrumente profitieren vom niedrigen Störpegel und der äußerst geringen Verzerrung. Feine Klangfarben und dynamische Abstufungen bleiben nachvollziehbar, ohne künstlich hervorgehoben zu werden.
Die Dual-Mono-Architektur unterstützt eine stabile räumliche Abbildung mit klarer Platzierung und nachvollziehbarer Tiefenstaffelung. Die Endstufe vermittelt sowohl die Energie großer Orchester- und Rockaufnahmen als auch die feinen Strukturen kleiner akustischer Besetzungen.
Für anspruchsvolle Vor- und Lautsprecherkombinationen
Als reine Stereo-Endstufe benötigt der CANOR Virtus S1S einen separaten Vorverstärker oder eine digitale Quelle mit hochwertiger Lautstärkeregelung. Die Qualität der vorgeschalteten Komponente beeinflusst das klangliche Ergebnis entsprechend deutlich.
Innerhalb der CANOR Reference Line bietet sich eine Kombination mit einer passenden Vorstufe des Herstellers an. Grundsätzlich kann der Verstärker jedoch ebenso in sorgfältig zusammengestellte Systeme mit Komponenten anderer Marken integriert werden.
Die hohe Eingangsimpedanz erleichtert insbesondere über XLR die Ansteuerung durch unterschiedliche Vorstufenkonzepte. Bei der Lautsprecherwahl stehen dank 2 × 400 Watt an 4 Ohm und hoher Stromlieferfähigkeit zahlreiche Möglichkeiten offen.
CANOR Virtus S1S bei Schüring High End erleben
Der CANOR Virtus S1S ist eine leistungsstarke Referenzendstufe für anspruchsvolle High-End-Systeme. Sein Dual-Mono-Aufbau, die enorme Filterkapazität und die lokale Fehlerkorrektur verbinden hohe Ausgangsleistung mit einem außergewöhnlich niedrigen Verzerrungs- und Rauschniveau.
Für ein optimales Ergebnis sollten Vorstufe, Anschlussart und Lautsprecher sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Neben der nominellen Leistung sind dabei die Verstärkung, Eingangsimpedanz und elektrischen Anforderungen der Lautsprecher zu berücksichtigen.
Bei Schüring High End in Reinbek, östlich von Hamburg, beraten wir Sie zur optimalen Integration des CANOR Virtus S1S. Gemeinsam stellen wir eine Verstärkerkombination zusammen, die zu Ihren Lautsprechern, Ihrem Hörraum und Ihren klanglichen Vorstellungen passt.
Vereinbaren Sie Ihren persönlichen Hörtermin bei Schüring High End telefonisch unter 040 71097635 oder per E-Mail an mail@schuering-highend.de.

